17 Jahre lang galt eine heute 44-jährige Tirolerin als eine sehr gewissenhafte Bankangestellte. Doch nach ihrer Kündigung fielen mehrere Ungereimtheiten auf. So soll die Frau laut Anklage unter anderem fast eine Million Euro von ihren Kunden abgezwackt haben. Sie wurde verurteilt.
„Nicht einmal einen Cent habe ich vorsätzlich eingesteckt“, betonte die Oberländerin vor dem Innsbrucker Landesgericht. Die Privatkundenbetreuerin, die 2013 psychisch erkrankt ist, soll außerdem Zinsen von 2 Prozent (anstatt 0,2) an Kunden vergeben haben. „Sie war teilweise überfordert und wurde alleine gelassen. Da passieren Fehler“, meinte ihr Anwalt.
Zwar wurden 26 von insgesamt 51 vorgeworfenen Fakten eingestellt, der Schöffensenat war aber überzeugt, dass die Angeklagte einen Schaden von über 235.000 Euro bei der Bank und rund 780.000 Euro bei Kunden verursacht hatte. „Bis auf die Aussage Ihres Vaters sprach alles gegen Sie“, erklärte der Richter. Urteil: Viereinhalb Jahre Haft. Volle Berufung!
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