Grüne und FP contra

Spielautomaten-Gesetz sorgt für heftigen Politwirbel

Niederösterreich
15.12.2010 17:54
"So hole ich mir schnelles Geld" – glauben immer mehr Menschen und versuchen ihr Glück bei Automaten. Im Landtag sollen deshalb am Donnerstag genaue Regeln für Spielhallen beschlossen werden. Grüne und Freiheitliche sind gegen das neue Gesetz, Volkspartei und Sozialdemokraten werden es wohl trotzdem mit großer Mehrheit durchbringen.

"Das Thema beschäftigt uns seit Langem. Wir sind gegen das Gesetz, weil es nichts verbessert. Und auch der vielzitierte Spielerschutz ist nicht hundertprozentig", meint Helga Krismer (Grüne). Hintergrund: Nach zwei Stunden müssen Spieler künftig eine "Abkühlphase" machen und weg vom Automaten.

Mehr Mitspracherecht für Salon-Anrainer?
Doch dann dürfen sie zurück. Krismer: "Wir sind gegen die Rückkehr zum einarmigen Banditen am selben Tag." Auch die Öffnungszeiten sollen eingeschränkt werden. Zusätzlich will man mehr Mitspracherecht für Anrainer von Automatensalons. Alles oder nichts heißt es bei der FP zum Thema: "Wir sind dagegen. Denn Gemeinden kassieren künftig über den Spielerschutz ab." 

"Die Regeln sind gut, wir stimmen zu", erklärt SP-Sprecher Günther Leichtfried. VP-Klubchef Klaus Schneeberger weiter: "Das neue Spielautomatengesetz sorgt auch durch die Zutrittskontrolle für noch mehr Schutz der Spieler."

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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