Jobs gefährdet

Bauwirtschaft auf Talfahrt: ‘Schlimmer geht’s nimmer!’

Tirol
15.12.2010 16:34
Die Wirtschaftskrise ist nun auch am Tiroler Bausektor angelangt: Während 2008 und 2009 noch von langfristigen Großprojekten "aufgepeppt" wurden, stehen die kommenden drei Jahre unter einem sehr schlechten Stern. Weniger Investitionen, Sparmaßnahmen der Politik und fehlende Projekte bedrohen Arbeitsplätze und das gesamte Gewerbe…

Kommen sie nun oder nicht? Wann es mit den zugesicherten Bauvorhaben Tschirgant-, Perjen- und Brennerbasistunnel vorwärts geht, ist ungewiss. Das schlägt nicht nur der verkehrsbelasteten Bevölkerung aufs Gemüt, sondern natürlich auch der Tiroler Bauwirtschaft, die beinahe schon seit Jahren Gewehr bei Fuß steht.

Solange das Hickhack zwischen Tirol und Wien weitergeht, sind Wolfgang Eichinger, Sprecher der Tiroler Bauindustrie, und sein Kollege Anton Rieder vom Baugewerbe dazu verdammt zuzusehen, wie es mit der Bauwirtschaft in Tirol langsam aber kontinuierlich abwärts geht. 

10 Prozent weniger Bauvolumen in Tirol
Wie die aktuelle Tiroler Bauvorschau zeigt, ist der Bauproduktionswert 2009 um 17 Prozent eingebrochen. Für heuer erwarten die Experten ein leichtes Zwischenhoch mit einem Plus von drei Prozent, bevor der Produktionswert 2011 wieder um 1,7 Prozent einbricht. "Während andere Branchen nach der Krise einen leichten Aufwind spüren, ist die Bauwirtschaft weiter auf Talfahrt", analysiert Eichinger. Für Anton Rieder ist es zur traurigen Gewissheit geworden, "dass Tirol zehn Prozent vom langjährigen Bauvolumen verloren hat".

Natürlich wird in Tirol kräftig gebaut, auch heute. Aber Bund, Land, Gemeinden, ÖBB oder Asfinag sind zum Sparen verdammt.

Kronen Zeitung

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