Es ging „lediglich“ um fünf Gramm Cannabis! „Ich habe ihm das Suchtgift zur Ansicht gegeben, weil er ja ein guter Bekannter von mir war“, erklärte das Opfer am Innsbrucker Landesgericht.
Doch der 19-Jährige hatte schon längst den Plan gefasst, sein Gegenüber abzuzocken. „Er hatte auf einmal die Pistole in der Hand und schoss aus nächster Nähe in Richtung meines Gesichtes und dann auf meine Beine“, schilderte die 18-Jährige vor dem Schöffensenat rund um Richter Andreas Fleckl die dramatischen Sekunden.
„Ich bin schuldig, Herr Rat. Ich weiß aber nicht, warum ich geschossen habe“, versuchte der Angeklagte gar nicht erst um den heißen Brei herumzureden. Im Gegenteil: Er meinte sogar, dass er zwei Tage später die Innsbruckerin mit einem Kopfschuss bedroht habe, um sie davon abzuhalten, eine Anzeige zu erstatten. An eine solche Drohung konnte oder wollte sich aber selbst das Opfer plötzlich nicht mehr erinnern. „Das hat er definitiv nicht gesagt“, meinte die Zeugin.
Ein Jahr Zusatzstrafe von Schöffensenat verhängt
Über den jungen Pistolero, der gerade eine 30-monatige Haftstrafe ebenfalls wegen eines schweren Raubes absitzt, wurde eine Zusatzstrafe von einem Jahr verhängt. Er nahm das Urteil sofort an.
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