Laut Impressum ist der Firmensitz von "Tele-Inside" in Tschechien, und die Betroffenen hätten telefonische Aboverträge im Erotikbereich abgeschlossen. Nun werden dafür 72 Euro verlangt. Wird nicht bezahlt, folgen Mahnungen und Inkassoschreiben. Bei der Arbeiterkammer Tirol, an die sich derzeit vermehrt verunsicherte Kunden richten, kennt man Fälle, wo bereits Forderungen von mehreren Hundert Euro an die Konsumenten gerichtet wurden.
Einige der Betroffenen sagen, gar nie bei der angegebenen Nummer angerufen zu haben, andere geben dies zwar zu, doch sei dabei kein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen worden.
Die AK Tirol rät allen Betroffenen, nicht voreilig zu bezahlen. Am Telefon abgeschlossene Verträge sind zwar grundsätzlich ebenso bindend wie schriftliche. Dass ein Vertrag tatsächlich rechtswirksam telefonisch zustande gekommen ist, muss jedoch im Streitfall das Unternehmen beweisen und jeder Anbieter muss auch vorab genau über die konkrete Leistung, Preis, Laufzeit und Geschäftsbedingungen informieren.
In letzter Zeit ist auch zu beobachten, dass bereits direkt in den Handyrechnungen einiger Anbieter Forderungen der Firma "Tele-Inside" aufscheinen und gleich vom Konto abgezogen werden. Daher: Auch Telefonrechnungen genau prüfen!
Kronen Zeitung
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