"Das einzige was ich besitze, ist eine Ausbildung als Scharfschütze. Waffen sind leicht zu besorgen und ich scheue nicht davor zurück, meine dunkle Seite zu zeigen. Schöne Grüße auch an Deine Frau und Deine drei Kinder", so lautete sinngemäß das anklagegegenständliche Schreiben an den Bezirkshauptmann. Signiert war der Brief mit den Initialen des Angeklagten.
Der Angeklagte bestreitet jedoch, dieses verfasst zu haben. "Da will mich jemand reinlegen", sagte er. Dass zwischen dem Sozialhilfeempfänger und der BH dicke Luft herrscht, gibt der Beschuldigte zu: "Man lehnte meine Mietkostenübernahme ab", sagte er. Der zuständige Amtsleiter nannte den Mann angeblich einen "Sauger", der nie etwas in das System einbringe, nur Geld herausnimmt.
Dem Verhalten des Angeklagten nach zu schließen, legt dieser sich gern mit dem System an. Er drohte, den agierenden Staatsanwalt Hansjörg Mayr anzuzeigen, weil dieser den Strafantrag auf Verleumdung und Urkundenfälschung ausdehnte. Prozess vertagt.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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