27.02.2021 09:00 |

Wegen Attesten

Corona-Schummler im Visier von Ermittlungsbehörden

Mit gefälschten Corona-Test-Bestätigungen wollten am Donnerstag zwei Pendler über die bayrische Grenze nach Salzburg gelangen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen die Männer. Auch Hinweise über falsche Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht gehen bei den Behörden ein. Die Ärztekammer ist alarmiert.

Die beiden Nordmazedonier (23, 26) legten den Beamten bei der Grenzbrücke zwischen Oberndorf und Laufen am Donnerstagnachmittag zwei gefälschte Testbestätigungen vor. „Auf dem Dokument war das Datum verändert“, erklärt Nina Laubichler von der Polizei. Die Männer werden wegen Urkundenfälschung angezeigt. Aktuell kursieren Anleitungen zur Fälschung von Test-Papieren im Netz.

Dort werden auch Tipps für Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgetauscht. So heißt es in diesem Zusammenhang in einer Chatgruppe von Gegnern der Covid-Maßnahmen über eine Flachgauer Medizinerin: „Sie ist uns wohlgesonnen.“ Auch der Ärztekammer sind solche Nachrichten zu Ohren gekommen. „In Zusammenhang mit dem Tragen von FFP2-Masken läuft ein Disziplinarverfahren, zwei sind in der Abklärung“, so Kammer-Chef Karl Forstner.

Im Oktober erteilte die Kammer einem steirischen Arzt in Bad Aussee ein Berufsverbot, der auch Salzburgern im Internet Atteste ausstellte. Im Februar schlug die Tamsweger Polizei wegen eines ähnlichen Verdachts Alarm. Die Staatsanwaltschaft gab das Verfahren mittlerweile an Linzer Behörden ab.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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