20.02.2021 15:05 |

Feindliche Übernahme

Polizei warnt vor neuer Betrugsmasche via WhatsApp

Die Polizei Niederbayern warnt vor einer neuen Betrugsmasche via WhatsApp, die es zum Ziel hat, möglichst viele Konten beim populären Messenger-Dienst zu übernehmen. Seien die Täter erst in den Besitz eines Accounts gelangt, eröffnete sich ihnen ein „weites Feld an potenziellen kriminellen Machenschaften“, warnte die Polizei am Freitag in einer Aussendung.

Hintergrund ist der Fall einer 15-Jährigen aus Passau, die von einer ihr bekannten Person eine Nachricht erhalten hatte, sie möge ihr bitte einen „versehentlich“ zugesandten SMS-Code wieder zurücksenden. Der angebliche SMS-Code entpuppte sich jedoch als Verifizierungscode zur Wiederherstellung des eigenen WhatsApp-Kontos beziehungsweise zur Übertragung des Kontos auf ein anderes Smartphone.

Nachdem das Mädchen der Bitte nachgekommen war und den Code übermittelt hatte, konnte sie nicht mehr auf ihren WhatsApp-Account zugreifen. Stattdessen machte sich diesen ein unbekannter Täter zu Eigen und verwendete ihn umgehend dafür, weitere Personen in der Freundesliste der 15-Jährigen anzuschreiben.

Täter wollte Nacktbilder
„Wenn die Täter hinter dieser Masche erst in den Besitz eines Accounts gelangt sind, eröffnet sich ihnen ein weites Feld an potenziellen kriminellen Machenschaften“, warnte die Polizei. In diesem Fall sei es der Versuch gewesen, sich Nacktbilder von einer anderen 15-Jährigen zusenden zu lassen, was glücklicherweise jedoch nicht gelungen sei. Identitätsdiebstahl, Ausspähen von Daten, Erpressung oder auch der Versand von Schadsoftware seien ebenso denkbar.

Die Polizei warnte ausdrücklich vor diese Masche: „Informieren Sie Freunde und Bekannte! Übermitteln Sie keine Codes, deren Bedeutung Sie nicht kennen!“

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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