Nachdem die Tiroler „Krone“ mehrmals auf Tötungsgatter im Tiroler Lechtal aufmerksam machte, fordert die Tiroler FPÖ abermals ein endgültiges Verbot dieser Abschussmethode. Bisher hätte sich die Regierung diese Option im Abänderungsantrag offen gelassen.
Nachdem die Gattertötung in Kaisers im Vorjahr für einen Aufschrei gesorgt hatte, versprach LHStv. Josef Geisler, in Tirol würde es „keine derartigen Gatterabschüsse mehr geben“. Wie die „Krone“ herausfand, gibt es in der Gemeinde Steeg im Lechtal allerdings noch immer ein solches Gatter. Das Land betonte, dass dieses inaktiv sei und alle Türen offen stehen würden.
Abänderungsantrag ließ Abschuss-Option offen
Die FPÖ kritisierte bereits im Juni, dass Geisler sein Versprechen nicht eingehalten hätte. „In unserem Antrag haben wir unmissverständlich das Verbot von Tötungsgattern in Tirol gefordert. Im Abänderungsantrag der Regierungsparteien ÖVP und Grüne war dann nur mehr davon die Rede, dass ,Abschüsse in Wildgattern vermieden werden sollten’. Man lässt sich also weiterhin die Option dieser bestialischen Methode offen“, schildert der Tiroler FPÖ-Chef Markus Abwerzger.
Er vermisse ein Einlenken der schwarz-grünen Regierung. „Wo ist der Aufschrei der einstigen Tierschützer in den Reihen der Grünen?“, fragt der Landtagsabgeordnete und betont, dass die beiden Parteien die Methode „jederzeit“ unterbinden könnten. Abwerzger erinnert zudem an das Versprechen vom Vorjahr: „Der zuständige LH-Stellvertreter Josef Geisler ist endlich gefordert, denn das Verhalten der Verantwortlichen ist widerwärtig, um es mit seinen Worten auszudrücken.“
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