09.02.2021 11:00 |

Logistik bei Apple

Frachtflugzeug flog leere Schachteln um halbe Welt

Der US-Computerkonzern Apple hat in den vergangenen Monaten offenbar lange und teure Transportwege in Kauf genommen, um in der Pandemie die hohe Nachfrage bedienen zu können. Leere Versandkartons reisten im Frachtflugzeug um die halbe Welt, iPads wurden Tausende Kilometer per Lastwagen zum nächsten Hafen transportiert.

Das berichtet das Nachrichtenportal „The Information“ unter Berufung auf Insider beim iPhone-Konzern, der sich in der Vergangenheit gern einen grünen Anstrich verpasst hat und noch vor wenigen Monaten erklärte, man lasse der Umwelt zuliebe beim iPhone künftig das Netzteil weg.

In dem Bericht wird geschildert, wie Apple von hoher Nachfrage nach iPads in China überrascht wurde und nicht genügend Versandkartons vorrätig hatte. Statt bei lokalen Produzenten Kartons einzukaufen, wurde kurzfristig ein Restbestand aus den USA mit dem Frachtflugzeug nach Singapur geflogen, von wo aus die iPads nach China versendet wurden.

Homepod-Lautsprecher reisten mit Lkw statt Schiff
Auch an anderer Stelle habe Apple in der Pandemie nicht unbedingt klimafreundlich agiert, wird berichtet. So habe der iPhone-Konzern beispielsweise im großen Stil Homepod-Mini-Lautsprecher mit dem Lastwagen mehr als 2000 Kilometer von Vietnam nach China transportiert, um sie vom Hafen von Shanghai aus in die USA zu verschiffen. Die Geräte umweltschonend gleich in Vietnam in einen Frachter zu verladen sei aufgrund von Quarantänebeschränkungen nicht möglich gewesen.

Die Berichte über Apples Logistikketten stehen im Kontrast zu den Beteuerungen des Unternehmens, sich für den Klima- und Umweltschutz einzusetzen. Noch im Herbst erklärte Apple bei der Enthüllung seines aktuellen iPhone 12, man lasse aus Gründen des Umweltschutzes das Ladegerät weg. Im vergangenen Sommer kündigte Apple an, bis 2030 komplett klimaneutral arbeiten zu wollen.

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