Das heißt, Andritz übernimmt für laufende und anstehende Projekte Haftungen in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro. Darauf hat man sich am Donnerstag bei der Gläubigerversammlung in Wien in einer fast dreistündigen Sitzung geeinigt. Um 20.45 Uhr war der Deal perfekt. "Es ist ein faires Angebot", hieß es am Freitag dazu.
Noch geklärt werden muss, ob Andritz die anstehenden Projekte selber übernimmt und die Ausführung an die AE&E weitergibt, oder ob der Raaber Anlagenbauer die Projekte durchführt.
Keine Beschäftigungsgarantie
Gute Nachrichten gibt es für die 370 Mitarbeiter. Der Anlagenbauer sei so ausgelastet, dass alle Mitarbeiter weiter beschäftigt werden können. Eine Standort- und Beschäftigungsgarantie hat Andritz aber nicht abgegeben.
Die AE&E Austria mit Sitz in Raaba hat mit Passiva von 227 Millionen Euro ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung angemeldet. Die Aktiva belaufen sich nach Angaben der Gläubigerschutzverbände Kreditschutzverband von 1870 (KSV1870) und Alpenländischer Kreditorenverband (AKV) auf 119 Millionen Euro.
Laut AKV hat das Unternehmen 2009 187 Millionen Euro nach 240 Millioinen Euro im Jahr davor umgesetzt. 2009 wurde ein Überschuss von 18,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Gesellschaft in Raaba habe ausschließlich positive Kennzahlen ausgewiesen und sei nur aufgrund der zahlreichen Wechselwirkungen in der Gruppe in Schieflage gekommen, so der AKV.
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