22.01.2021 13:57 |

Alle Öffis für 1095€

Drei Bundesländer sind bei 1-2-3-Ticket dabei

Beim österreichweiten 1-2-3-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel hält Verkehrsministerin Leonore Gewessler bei drei Bundesländern, die einen „Umsetzungsvertrag“ unterzeichnet haben. Nach Salzburg im Vorjahr sind am Freitag Tirol und Vorarlberg dazugekommen. Im Februar soll das nächste Bundesland an der Reihe sein. Wird das Ticket in der geplanten Form umgesetzt, dann kann man mit einem Jahresticket zum Preis von 1095 Euro im ganzen Land mit allen Öffis fahren.

Bis Jahresende will sie - trotz aller Unkenrufe - das „Klimaticket“ österreichweit abgesegnet haben, die Gespräche mit den übrigen Ländern und den Verkehrsverbünden würden sehr intensiv laufen, mittlerweile halte man bei rund 150 Treffen.

Ticket ist „Revolution“
„Sie sehen heute eine sehr glückliche Mobilitätsministerin“, so Gewessler vor Journalisten und im Verbund mit der Tiroler Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe (Grüne) und dem Vorarlberger Verkehrslandesrat Johannes Rauch (Grüne). Die Ministerin sprach gar von einer „Revolution“ hin zu einem bequemen und günstigen Öffiticket. Wird das 1-2-3-Ticket in der geplanten Form umgesetzt, dann könne man mit einem Jahresticket zum Preis von 1095 Euro im ganzen Land mit allen Öffis fahren, verspricht sie.

„Nächster Halt Österreichticket“
In einer ersten Ausbaustufe des umstrittenen Regierungsvorhabens soll die Stufe 3, also die bundesweite Variante, eingeführt werden. Dazu brauche es „politischen Mut“, so Felipe. Rauch wiederum spricht von einem „riesengroßen Schritt“. Und Gewessler meint: „Nächster Halt Österreichticket.“ Zustimmung zu der heutigen Unterzeichnung des Umsetzungsvertrages kommt auch von den Landeshauptmännern Günther Platter und Markus Wallner (beide ÖVP).

Fragen zur Finanzierung offen
Vor der Umsetzung - „um ein Euro pro Tag in einem Bundesland, um zwei Euro pro Tag in einem und im Nachbarbundesland, um drei Euro pro Tag das gesamte Bundesgebiet - wartet aber noch viel Überzeugungsarbeit auf die Verkehrsministerin. So hatte erst Ende Dezember 2020 der Verkehrsverbund Ostregion (VOR - umfasst Wien, Niederösterreich und das Burgenland) deutliche Kritik geäußert. Es seien noch viele Fragen sowie die Finanzierung offen.

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