"Spielen gehen!" Verkürzte Sätze wie diesen hört Brigitte Kirchebner, Leiterin des Kindergarten Angergasse, immer öfter von 4-Jährigen. Die Pädagogin weiß um die zunehmende Spracharmut in unserer Wohlstandsgesellschaft. Und sie ist froh, dass die Stadt seit 2006 zusätzlich Sprachkurse fördert. "Wir führen diese gemeinsam mit der Volkshochschule durch. Heuer sind 140 Kinder in der Altersklasse vier bis fünf Jahre angemeldet", umreißt der zuständige Vize-BM Christoph Kaufmann das Projekt.
Darüber hinaus besuchen derzeit in den städtischen Kindergärten 237 Mädchen und Buben die Sprachförderung des Landes. "Wir haben mittlerweile sehr positive Rückmeldungen von den Volksschulen, weil die Kinder besser vorbereitet in die erste Klasse kommen", weiß Amtsleiterin Brigitte Berchtold zu berichten.
Dass der Kindergarten eine gute Sprachschule ist, darüber sind sich Bildungs- und Erziehungsexperten einig. In manchen Kindergärten werden daher Fremdsprachen gelehrt. Auch fünf städtische Einrichtungen bieten seit heuer Englisch-Kurse an. "Sprachen sind das Tor zur Welt. Auf spielerische Weise wollen wir den Kindern wichtige Chancen für ihr Leben eröffnen", erklärt Volkshochschul-Direktor Ronald Zecha.
von Claudia Thurner, Tiroler Krone
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.