46-Jährige nun befreit
Brasilianerin wurde 38 Jahre als Sklavin gehalten
Ein unfassbares Schicksal hat eine nun 46-jährige Brasilianerin erleiden müssen. Die Frau wurde 38 Jahre lang wie eine Sklavin gehalten. Sie musste für die Familie, die sie in einem fensterlosen Raum unterbrachte, den Haushalt erledigen. Mit Nachrichten auf Servietten und Zetteln schaffte Madalena G. schließlich, auf ihre Situation aufmerksam zu machen und wurde befreit.
Im Alter von acht Jahren klopfte die Brasilianerin bei einer Familie an die Tür, um Essen zu erbetteln. Maria R., die die Tür öffnete, erklärte ihr, sie bekomme kein Brot, das Mädchen könne aber bei ihr leben. Ihre mittellosen Eltern überließen der Familie schließlich ihre Tochter.
So begann das Martyrium der heute 46-Jährigen. Madalena wurde aus der Schule genommen und musste die Hausarbeit erledigen. „Ich habe nicht gespielt. Ich hatte nicht einmal eine Puppe“, erklärte die Frau gegenüber einem brasilianischen TV-Sender.
2001 wurde sie gezwungen, einen älteren Verwandten zu heiraten, damit ihre Sklavenhalter nach dessen Tod seine Pension kassieren konnten. Von 8000 Real bekam Madalena nur einen Anteil von 200 Real (ca. 31 Euro).
Frau wurde an Sohn weitergegeben
Irgendwann begann der Ehemann von Maria R., Madalena abzulehnen. Diese wurde dann ihrem Sohn Dalton R. als Arbeitskraft überlassen - auch dort musste sie putzen. Der bekannte Universitätsprofessor hatte offenbar kein Problem damit, die Frau unter sklavenähnlichen Zuständen unterzubringen. Er behauptete gegenüber der Polizei, dass sie sich als junges Mädchen freiwillig entschieden hatte, die Schule zu verlassen und dass er ohnehin nicht geglaubt hätte, ihr hätte eine Ausbildung etwas gebracht.
Familie droht acht Jahre Haft
Erst, als Madalena Nachrichten auf Servietten und Zetteln an die Nachbarn schrieb, wurde sie befreit. Der Professor, seine Ehefrau und seine Mutter Maria R., wurden nun wegen der Beschäftigung von Sklavenarbeitern angeklagt. Bei einer Verurteilung drohen bis zu acht Jahre Haft.
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