24.12.2020 12:30 |

Herz stand still

„Froh, dass ich wieder für Kinder da sein kann“

Karl Randolf sorgt als Weihnachtsmann seit Jahrzehnten in der Innsbrucker Altstadt für leuchtende Kinderaugen. Im Februar wäre der Innsbrucker in der Steiermark jedoch fast gestorben ...

Jeder, der schon zu Weihnachten in der Innsbrucker Altstadt war, kennt ihn: Karl Randolf (74) ist bereits seit Jahrzehnten als Weihnachtsmann zwischen Goldenem Dachl und Annasäule unterwegs, bringt mit seiner Drehorgel weihnachtliche Stimmung in die Innenstadt - und sorgt für viele strahlende Kinderaugen. Auch heuer zieht der gebürtige Steirer wieder seine Runden. Was nicht selbstverständlich ist. Und das hat - ausnahmsweise einmal - nichts mit Corona zu tun!

Im Bad umgefallen
Karl Randolf ist nämlich froh, dass er überhaupt noch lebt. Es war am 24. Februar, als plötzlich das Herz des Weihnachtsmannes zu schlagen aufhörte. „Es war der erste Tag meines Urlaubs in Bad Waltersdorf - da bin ich plötzlich im Badezimmer umgefallen“, erinnert sich Karl im Gespräch mit der „Krone“.

Gott sei Dank hat man ihn rasch gefunden - er wurde reanimiert und kam dann ins Krankenhaus Hartberg. „Wie ich später erfuhr, hat mein Herz zwei Minuten lang nicht mehr geschlagen.“ Er kam auf die Intensivstation. Dort lag er eineinhalb Wochen im Koma. „Ich war da schon mit einem Fuß im Jenseits - aber auch dort ist es wunderschön“, hat Karl seinen Humor nicht verloren. „Mein Bruder Kurt hat mich dann quasi wieder ins Leben zurückgeholt. Er saß jeden Tag vier Stunden bei mir am Krankenbett und hat mir gut zugeredet - nach eineinhalb Wochen habe ich dann wieder die Augen geöffnet“, schildert Randolf.

Nach 14 Tagen wurde er schließlich nach Innsbruck überstellt. Zwischen Klinik, Natters, Hochzirl und Münster wurde er auf Vordermann gebracht. „Ich hatte eine Herz-OP an der Klinik, bei der Reha in Münster habe ich wieder gehen lernen müssen. Eine harte Zeit. Doch Ärzte und Pfleger haben mich in allen Krankenhäusern hervorragend unterstützt – ein ganz großes Danke an alle, die sich für mich eingesetzt haben!“

Es geht wieder bergauf
Am 14. August durfte er schließlich wieder nach Hause. Seither geht es wieder bergauf. „Ich bin froh, dass ich noch lebe und wieder als Weihnachtsmann für die Kinder da sein kann. Umso mehr wünsche ich heuer allen ein besonders schönes und vor allem gesundes Weihnachtsfest“, sagt Karl Randolf. Und das wünschen wir dem Weihnachtsmann natürlich auch von Herzen!

Markus Gassler, Kronen Zeitung

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