22.12.2020 17:00 |

Allergie

Die Hausstaubmilbe hat derzeit Hochsaison

An einer verstopften Nase sind nicht immer nur Viren schuld. Hinter klassischen Erkältungssymptomen kann auch eine Allergie stecken.

Beschwerden wie Niesen, Schnupfen, verstopfte Nase und Atemnot sind mitunter die Folgen einer Allergie. Daher besonders in der Heizperiode, wo Staub aus allen Ecken und Ritzen hochgewirbelt wird, auch an eine Reaktion des Immunsystems gegen Milben denken!

„Es ist vor allem der Kot dieser für uns unsichtbaren Hausstaubmilben, der nach den Pollen auf Platz zwei der häufigsten Allergie-Auslöser steht“, erklärt Prim. Dr. Peter Ostertag, Leiter der HNO-Abteilung am KH Kufstein (T). Die extrem leichten Eiweiß-Partikel schweben lange in der Luft, werden eingeatmet und gelangen auf die Schleimhäute der Augen, Nase und auf die Haut. Beschwerden wie verstopfte Nase, unangenehmes Halskratzen und verstärkte Hustenanfälle zeigen sich verstärkt nachts und morgens direkt nach dem Aufwachen. „Dauert ein Schnupfen mehrere Wochen an, dann bitte zum Arzt!“, rät der HNO-Mediziner.

Durch einen allergologisch versierten Facharzt beziehungsweise im Allergie-Ambulatorium oder an der Allergie-Ambulanz in Krankenhäusern kann eine derartige Fehlsteuerung des körpereigenen Abwehrsystems mittels Haut- oder Bluttest einfach festgestellt und dann entsprechend behandelt werden. Neben symptomlindernden Arzneien spielt die allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) eine wichtige Rolle. „Durch die Verabreichung von standardisierten Allergen-Extrakten wird das Immunsystem Schritt für Schritt an die Allergie-Auslöser gewöhnt“, so Prim. Ostertag. Ein Therapiestart ist auch in der aktuellen Pandemiezeit möglich, sofern keine akute Infektion der Atemwege besteht. Weitere Informationen bietet die Interessensgemeinschaft Allergenvermeidung (IGAV) bzw. sind erhältlich unter www.milbencheck.at

Regina Modl, Kronen Zeitung 

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