Tor in 103. Minute

FC Wacker verliert Cup-Krimi in Wien nach Verlängerung

Tirol
10.11.2010 23:10
Erst in Minute 103 hat die Wiener Austria am Mittwochabend das ÖFB-Cup-Achtelfinale gegen den FC Wacker für sich entscheiden können. Der Verlängerungskrimi vor 3.000 Zuschauern im Horr-Stadion endete 2:1. Die drei übrigen Bundesliga-Klubs Rapid Wien, Sturm Graz und Mattersburg besiegten ihre Cup-Gegner aus der Landes- bzw. Regionalliga wie erwartet - teils souverän, teils nur mit Mühe.

Die Austria wollte nicht nur ins Viertelfinale einziehen, sondern auch Revanche nehmen. Schließlich hat Wacker am 29. August im Horr-Stadion 3:0 gewonnen und der Austria damit die bisher höchste Saisonniederlage zugefügt. Die Austria erwischte den besseren Start, nach haarsträubendem Hauser-Fehlpass traf jedoch Linz aus kurzer Distanz lediglich die rechte Stange (14.).

Sein Stürmer-Kollege Stankovic machte es nach Klein-Querpass besser und stellte souverän auf 1:0 (18.). Der Ausgleich folgte nur drei Minuten später, Austria-Keeper Safar kam zu zögerlich aus seinem Tor, Schreter umkurvte ihn und stellte aus spitzem Winkel auf 1:1 (21.). Die Austria machte sich das Leben durch Undiszipliniertheiten und viele unnötige Passfehler schwer, Wacker blieb damit voll im Aufstiegsrennen.

Die Innsbrucker hielten die Hausherren mit starkem Forechecking in Schach und präsentierten sich als sehr unangenehmer Gegner. Dennoch hätte die Austria bereits in der regulären Spielzeit alles klar machen müssen, denn Tadic (79.) und Linz (79., 80.) vergaben innerhalb weniger Sekunden drei hochkarätige Möglichkeiten.

Ortlechner trifft in 103. Minute
In der Verlängerung musste es ein Verteidiger für die Austria richten. Nach schönem Lochpass von Baumgartlinger behielt Ortlechner alleine vor Planer die Nerven und schob abgebrüht zum 2:1 ein (103.). Die Austria ließ sich den Sieg trotz einer Gelb-Roten Karte für Leovac (109.) nicht mehr nehmen. Auch Wackers Torschütze Schreter flog noch mit Gelb-Rot vom Feld (119.).

Unter den nur 3.000 Zuschauern befand sich auch Georg Zellhofer, der als Kandidat für die Nachfolge von Helmut Kraft als LASK-Trainer gehandelt wird. Womöglich hat Zellhofer für die Linzer bereits Wacker unter die Lupe genommen, schließlich empfängt der LASK bereits am Samstag in der 15. Bundesliga-Runde die Tiroler.

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