Sanierung schwierig

Denkmalgeschützte Bauten: Forscher erarbeiten Lösung

Tirol
10.11.2010 10:29
Innsbruck investiert jährlich Millionen Euro in die thermische Sanierung von alten Gebäuden. Nur bei denkmalgeschützten Bauten funktioniert das Aufbringen einer Wärmedämmung nicht so einfach, soll doch das historische Aussehen aus vielerlei Gründen gewahrt bleiben. Eine Forschergruppe sucht nun nach Lösungen.

Für die Höttinger Hauptschule (jetzt: Neue Mittelschule) hat ein Expertengremium ein enormes Einsparungspotenzial bei den Heizkosten berechnet: In dem 1929 von Architekt Franz Baumann errichteten und deswegen denkmalgeschützten Gebäude werden derzeit 150 Kilowattstunden pro Quadratmeter jedes Jahr verheizt, das entspricht Heizkosten von 55.000 Euro jährlich. "Nach der thermischen Sanierung sollen es idealerweise 15.000 Euro sein", erklärte Franz Danler, Chef der Innsbrucker Immobilien-GmbH (IIG) kürzlich. 

Diese verwaltet weitere 28 Volks- und Hauptschulen, davon stehen zwölf unter Denkmalschutz. Dazu kommt eine große Zahl weiterer geschützter (Wohn)-Gebäude. "Das Sparpotenzial ist enorm", berichtet Gemeinderätin Uschi Waibl, Obfrau des Umweltausschusses. "Wir können diese Gebäude langfristig nur erhalten, wenn wir sie nutzen können."

Innsbruck nimmt seit Kurzem an einem internationalen Forschungsprojekt teil, das sich mit Steigerung der Energieeffizienz in historischen Gebäuden auseinandersetzt. "Die Vereinbarkeit von Denkmalpflege und thermischer Sanierung ist ein Zukunftsthema", erklärte Bürgermeisterin Oppitz-Plörer. Anhand konkreter Fälle sollen Lösungen erarbeitet werden. In Innsbruck ist dies die Schule Hötting West. 

von Philipp Neuner, Tiroler Krone
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