03.12.2020 06:00 |

Studie aus Deutschland

Doppelt so viele Menschen im Home-Office wie 2019

Die Coronakrise führt einer Studie zufolge zu einem Home-Office-Boom. Heuer hätten doppelt so viele Berufstätige von zu Hause oder mobil gearbeitet wie 2019, geht aus einer Untersuchung der Initiative D21 hervor, die vom deutschen Wirtschaftsministerium gefördert wurde. 32 Prozent der Befragten hätten angegeben, nun im Home-Office tätig zu sein.

Bei den Berufstätigen mit Bürojob lag der Anteil demnach sogar bei rund 60 Prozent - auch dies ist eine Verdoppelung im Vergleich zum Vorjahr. Und mindestens 36 Prozent davon würden künftig gern mindestens die Hälfte der Arbeitszeit von zu Hause aus arbeiten. Von denjenigen, die bereits vor der Coronakrise im Home-Office waren, hätten 38 Prozent 2020 mehr Zeit am heimischen Schreibtisch verbracht.

Die Initiative D21 ist nach eigenen Angaben ein gemeinnütziger Verein, der die Digitalisierung in Deutschland vorantreiben will. Finanziert wurde die Studie demzufolge von Geldgebern der Öffentlichen Hand und der Privatwirtschaft.

Mehrheit empfindet Arbeit daheim als effizienter
Die Umfrage unter rund 2000 Personen ergab, dass eine Mehrheit die Arbeit im Home-Office teilweise als effizienter empfand, weil es weniger Ablenkung gab. Einen großen Vorteil des Home-Office sehen 63 Prozent der befragten Berufstätigen mit Bürojobs in der größeren Flexibilität bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.

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Das mobile Arbeiten hilft Unternehmen aktuell dabei, arbeitsfähig zu bleiben und die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen.

Thomas Jarzombek, Digitalbeauftragter im Wirtschaftsministerium

„Das mobile Arbeiten hilft Unternehmen aktuell dabei, arbeitsfähig zu bleiben und die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen“, sagte Thomas Jarzombek, Digitalbeauftragter des deutschen Wirtschaftsministeriums. Allerdings scheinen Führungskräfte nicht allerorten Freunde des Home-Office zu sein. In der Studie gab nur jede vierte Führungskraft an, dass die Mitarbeiter nach der Krise mehr von zu Hause arbeiten sollten.

Die Coronakrise hat die Art und Weise, wie Menschen arbeiten, umgekrempelt. Software-Anwendungen wie Microsoft Teams oder Videodienste wie Zoom ermöglichen es Mitarbeitern, sich untereinander zu vernetzen oder mit Kunden Kontakt aufzunehmen.

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