Gegen fünf, teils hochrangige Staatsanwälte wird im Entführungsfall Natascha Kampusch ermittelt. Die Führung des Verfahrens obliegt der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Basis der Ermittlungen ist jene "Sachverhaltsmitteilung", die der frühere Präsident des Obersten Gerichtshofes, Johann Rzeszut, an die fünf Klubobleute des Parlaments geschickt hatte.
Demnach haben die für die Klärung des Entführungsfalles zuständigen Staatsanwälte "konsequent und beharrlich entscheidende polizeiliche Ermittlungsergebnisse vernachlässigt". Rzeszut war insofern mit der Aufarbeitung des Jahrhundertfalles betraut, als er Mitglied der vom Innenressort eingesetzten Kampusch-Evaluierungskommission (Vorsitz: Ex-Verfassungsgerichtshofpräsident Ludwig Adamovich) war.
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