Fall Kampusch

Staatsanwaltschaft Innsbruck steht vor langen Ermittlungen

Tirol
04.11.2010 11:43
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck steht bei ihren Ermittlungen wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs im Fall Kampusch weiterhin am Anfang. Es werde nach wie vor recherchiert, welche Akten überhaupt benötigt werden. Hansjörg Mayr, Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft, schätzte am Donnerstag, dass es noch mehrere Wochen dauern werde, bis man mehr werde sagen können.

Gegen fünf, teils hochrangige Staatsanwälte wird im Entführungsfall Natascha Kampusch ermittelt. Die Führung des Verfahrens obliegt der Staatsanwaltschaft Innsbruck. Basis der Ermittlungen ist jene "Sachverhaltsmitteilung", die der frühere Präsident des Obersten Gerichtshofes, Johann Rzeszut, an die fünf Klubobleute des Parlaments geschickt hatte.

Demnach haben die für die Klärung des Entführungsfalles zuständigen Staatsanwälte "konsequent und beharrlich entscheidende polizeiliche Ermittlungsergebnisse vernachlässigt". Rzeszut war insofern mit der Aufarbeitung des Jahrhundertfalles betraut, als er Mitglied der vom Innenressort eingesetzten Kampusch-Evaluierungskommission (Vorsitz: Ex-Verfassungsgerichtshofpräsident Ludwig Adamovich) war.

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