27.11.2020 19:45 |

Zündstoff in Debatte

Italien will Quarantäne für Österreich-Urlauber

Während noch über ein europaweites Skiurlaub-Verbot diskutiert wird, macht Italien offenbar Nägel mit Köpfen: Die Regierung will eine Quarantäne-Pflicht für Bürger einführen, die in Österreich einen Winterurlaub verbringen. Mit diesem Schritt soll vermieden werden, dass norditalienische Skigebiete benachteiligt werden.

Der Vorschlag einer europaweiten Schließung der Skipisten sorgte in den letzten Tagen für heftige Diskussionen. Von einem solchen Skiverbot wäre der heimische Tourismus ganz besonders betroffen - daher forderten Finanzminister Gernot Blümel und Tourismusministerin Elisabeth Köstinger eine Finanzspritze aus Brüssel, falls das Skivergnügen zu Weihnachten verboten wird.

Ministerin: „Skisaison geht nicht am 7. Jänner zu Ende"
Die italienische Vize-Gesundheitsministerin Sandra Zampa bestätigte die Absicht der Regierung, ein Skiverbot über die Weihnachtsfeiertage verhängen zu wollen - auch das deutsche Bundesland Bayern schiebt so dem Skitourismus einen Riegel vor. Im Interview mit dem TV-Kanal „La 7“ zeigte Zampa Verständnis für die norditalienischen Regionen, die Konkurrenz aus Österreich befürchten. Die Regierung plane Stützungsmaßnahmen für die Betriebe, die wegen des Skiverbots finanzielle Verluste erleiden werden. „Die Skisaison geht jedenfalls nicht am 7. Jänner zu Ende“, sagte Zampa.

Regionen in Norditalien fordern: „Gleiche Behandlung für jeden“
Die norditalienischen Regionen verschärften indes ihren Druck, damit es zu einem EU-weiten Skiverbot bis Mitte Jänner 2021 kommt. „Wir fordern Gleichheit bei der Behandlung. Wenn wir alle Europäer sind, müssen die Regeln für Italien sowie für Österreich und Frankreich gelten. Wir verlangen, dass es in Sachen Ski auf europäischer Ebene gleiche Behandlung für jeden gibt“, so der Präsident der norditalienischen Region Piemont, Alberto Cirio.

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