Die Elfjährige war immer wieder in der Obhut einer Frau aus dem Unterland. Die Kleine ist in ihrer Entwicklung zurückgeblieben, und in der Betreuungs-Familie nahm man sich ihr an. Doch das Mädchen bekam nicht nur Zuneigung.
Der 31-jährige Sohn, der noch im gleichen Haushalt lebt, saß auf der Anklagebank am Innsbrucker Landesgericht – weil er etwas getan hatte, was niemand glauben wollte. Das Mädchen erzählte, dass es gemeinsam mit dem Mann Computer spielen wollte. Das Kind setzte sich auf den Schoß und da ließ er plötzlich seine Hose hinunter. Gleichzeitig zog er dem Mädchen das Leibchen aus und begann die Elfjährige dann an ihrer Brust zu küssen. Während er saugte, befriedigte er sich selbst.
Auf die Vorwürfe angesprochen, leugnete der 31-Jährige zuerst alles. Bei den Recherchen fanden die Ermittler aber Hinweise, dass die Version des Mädchens stimmen könnte. Auf der Festplatte wurden unzählige Kinderpornos - darunter Abbildungen sehr kleiner Kinder - gefunden. Dennoch gab der Beschuldigte den Missbrauch nicht zu…
Doch Ende der Vorwoche änderte er seine Meinung und am Dienstag gestand er. Das bewahrte ihn vor einer unbedingten Haft - die verhängten 18 Monate wurden auf Bewährung ausgesprochen. 7.200 Euro Geldstrafe muss er aber zahlen, dazu gab es die gerichtliche Weisung, die angefangene Therapie weiter zu machen. Als Begründung gab der geknickte Angeklagte an, früher selbst unter Gewalt gelitten zu haben. Nicht rechtskräftig.
von Stefan Ruef, Tiroler Krone
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