19.11.2020 08:04 |

Öffis verlieren

Corona: Fahrrad und Auto als Mobilitätsgewinner

Das eigene Auto und das Fahrrad gehören zu den Gewinnern bei der Mobilität in der aktuellen Corona-Krise. Außerdem gehen die Europäer auch deutlich mehr zu Fuß als vor der Pandemie, kam bei einer Umfrage in fünf europäischen Ländern - darunter Österreich - heraus. Bus, Bahn und Flugzeuge werden noch immer gemieden.

AutoScout24 hat im Oktober online knapp 6000 User zu ihrem Mobilitätsverhalten befragt, darunter 672 in Österreich und weitere in Deutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden. Das Ergebnis zeigt, dass Fahrten mit dem eigenen Auto deutlich zugenommen haben: In Österreich gaben 34 Prozent der Befragten an, dass sie jetzt häufiger das Auto nutzen als zuvor, 23 Prozent davon fahren jetzt sogar sehr viel häufiger im Gegensatz zu den Vor-Corona-Zeiten.

Spaziergang und Fahrrad boomen
Noch mehr gehen allerdings zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad: 39 Prozent sind seit Beginn der Coronavirus-Pandemie viel häufiger auf den eigenen Beinen unterwegs und 27 Prozent fahren mehr mit dem Rad als vor der Krise. Das Flugzeug wird deutlich weniger genutzt - rund ein Viertel der Befragten fliegt seltener und ein weiteres Viertel der Österreicher verzichtet aufgrund von Covid-19 komplett auf Flugreisen.

Öffis derzeit unbeliebt
Ein Fünftel hat Fahrten mit dem öffentlichen Nahverkehr eingeschränkt, 14 Prozent lehnen Bus, U-Bahn und Co. sogar komplett ab. Zugreisen nutzen 14 Prozent seltener als zuvor. Aber auch hier gaben zwölf Prozent an, dass sie gänzlich auf Bahnfahrten verzichten.

Neun Prozent der Österreicher verwenden auch seltener die Dienste von Fernbussen - ebenso wie in Deutschland. Auch bei Mitfahrgelegenheiten haben fünf Prozent der Österreicher Bedenken, sieben Prozent verzichten coronabedingt gänzlich darauf.

Österreicher setzen am stärksten aufs Auto
Die Österreicher setzen im Ländervergleich am stärksten auf das Auto: 34 Prozent der Befragten haben in den vergangenen Monaten das Auto öfter genutzt, in Deutschland waren es 32 Prozent. In den Niederlanden, Italien sowie Belgien haben rund ein Viertel häufiger auf das eigene Fahrzeug zurückgegriffen, um Wege zurückzulegen.

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