Mehr als zehn Jahre arbeitete die etwas langsame, pinkhaarige Frau in zwei Spar-Filialen in Tirol. Sie schob die meiste Zeit Waren über die Kassa, manchmal räumte sie auch Regale ein. Die Vorgesetzten hatten nie auch nur die geringsten Beanstandungen bezüglich Malversationen oder Ungereimtheiten bei den Kassenabrechnungen. Lediglich die langsame Arbeitsmoral der älteren Frau stieß den Vorgesetzten sauer auf.
"Deshalb überwachte ich meist nur die Selbstbedienungskassen und achtete darauf, dass die Kunden bezahlen", so die Angeklagte unter Tränen vor Richter Norbert Hofer. Das Strafverfahren machte ihr Angst. Ihr ganzes Leben lang hatte sie sich nie etwas zu Schulden kommen lassen…
Um Licht in dieses "Beweis-Dunkel" zu bringen, marschierte der interne Revisor der Firma Spar auf (er erstatte die Anzeige gegen die Frau). Doch seine "Beweise" waren das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt waren. "Das was Spar hier vorgelegt hat, ist Schrott", wurde Richter Norbert Hofer deutlich. "Es gibt keinen Beweis für die Vorwürfe von Spar gegen die Frau", so Hofer weiter. Das Urteil: Klarer Freispruch!
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone








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