17.11.2020 13:23 |

Anschlag in Wien

Einsatzleiter dirigierte aus Café 700 Polizisten

Allzeit bereit! Oberst Manfred Ihle operierte in der Wiener Terrornacht aus einer Einsatzzentrale in einem Café. Von hier wurden 700 Beamte dirigiert. Außerdem soll der Täter, der als Security in einem Wiener Spital arbeitete, nicht per Uber zum Anschlag gefahren sein.

Immer neue Details werden über den IS-Terroristen bekannt, der am 2. November in der Wiener Innenstadt ein Blutbad anrichtete. So war Kujtim F. während des ersten Lockdowns geringfügig in einem Wiener Spital als Security-Mitarbeiter beschäftigt. Dies gab ein Freund, der wegen des Verdachts der Mittäterschaft in U-Haft sitzt, zu Protokoll.

„Die Bereitschaftseinheit besteht aus spezialisierten Generalisten“, betonte Oberst Manfred Ihle im „Krone“-Gespräch. Der Bereitschaftseinheitsleiter koordinierte in der Terrornacht 700 Beamte aus einer spontan errichteten Einsatzzentrale in einem italienischen Kaffeehaus am Schwedenplatz. „Vor Ort gab es ein perfektes Zusammenspiel aller Einsatzkräfte. Wir waren wie die Ankerkette von einem Kreuzfahrtschiff“, zog Ihle Bilanz.

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Alle Beamten, die an dem Tag des Terroranschlags im Einsatz standen, haben Mut und Entschlossenheit bewiesen. Es war ein top Zusammenspiel aller!

Oberst Manfred Ihle zur „Krone“

Besonders stolz machte den erfahrenen Beamten, dass sich knapp 100 Leute seiner Bereitschaftseinheit vom Urlaub und sogar aus der Karenz sofort in den Dienst gestellt hatten. Neu in seiner Einheit ist das Covid-Kompetenz-Team: Knapp 700 Einsätze absolvierten die speziell geschulten Beamten seit Ausbruch der Corona-Krise!

Attentäter fuhr nicht per Uber in die City
Indes schließen die Ermittler - wie berichtet - aus, dass der Attentäter mit Uber in die City kam.

Matthias Lassnig, Kronen Zeitung

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