Zwölf bulgarische Bettler wurden im Auftrag der Stadt Graz befragt. Sie erzählten von Arbeitslosigkeit in ihrer Heimat, von mangelnder Sozialhilfe, von fehlender Ausbildung und davon, dass sie gehört hätten, dass die Menschen in Graz großzügig seien.
Viele behaupten, dass sie allein hier seien (was in der sogenannten Studie zum Teil widerlegt wird). Hinterfragt wurden die Aussagen der Bettler aber offenkundig nicht (ob sie zum Beispiel zum Betteln gezwungen würden); es fehlen auch Anleitungen, wie das Problem gelöst werden könnte.
Nächster Runder Tisch geplant
Auch die neue SPÖ-Sozialstadträtin Martina Schröck findet die Studie unbrauchbar. Wie es weitergehen soll, weiß auch sie nicht so recht: "Ich berufe noch diese Woche einen Runden Tisch zum Thema ein."
ÖVP-Gemeinderat Kurt Hohensinner ärgert sich: "Die Studie sagt nichts aus. Es gibt jetzt dann den dritten Runden Tisch. Es wurde schon vor einem Jahr vereinbart, dass heimische Organisationen, speziell im Behindertenbereich, Einrichtungen etwa in Bulgarien unterstützen, passiert ist nichts!"
Kommentar
Auch der x-te Runde Tisch wird das Problem nicht lösen. Es hilft auch nicht, die Bettler, besonders die Menschen mit Behinderung, ihrem Schicksal zu überlassen - über das sie oft nicht selbst bestimmen können bzw. dürfen. Hintermänner gehören verfolgt, Länder, die auf Minderheiten "vergessen", gehören (etwa von der EU) unter Druck gesetzt. Und: Ein Bettelverbot muss her. Es gibt genug soziale Einrichtungen!
von Gerald Richter, "Steirerkrone"









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