"Grüne" Pfarre

Gockel thront auf Kirche als Lohn für Umweltschutz

Steiermark
25.10.2010 16:40
Mit geschwellter Brust blickt er weit ins oststeirische Hügelland: Ein grüner Gockel thront seit Sonntag auf dem Kirchendach im oststeirischen Dechantskirchen. Er ist der Lohn dafür, dass sich die Pfarre wie kaum eine andere für den Klimaschutz engagiert. Überhaupt wird die Kirche immer "grüner".

Kein gewöhnliches Erntedankfest, vielmehr ein "Fest der Schöpfung" wurde in Dechantskirchen gefeiert. Mit dabei waren auch Weihbischof Franz Lackner - und ein prächtiger grüner Gockel aus Kupfer.

Tolle ehrenamtliche Aktionen
Was hat's damit auf sich? "Die Pfarre engagiert sich seit zehn Jahren beim Thema Umweltschutz", weiß Hemma Opis-Piber, Umweltbeauftrage der Diözese Graz-Seckau. Da wurde etwa eine Photovoltaikanlage installiert, eine Selbstbesteuerung beim Wasser eingeführt, Energiesparlampen sind selbstverständlich usw. Alles geschieht ehrenamtlich, das Team rund um Maria Knöbl hat Hunderte Stunden investiert. Als Lohn gab es als erste Pfarre Österreichs eine EMAS-Zertifizierung für Umweltmanagement.

Weihbischof Lackner montierte den Gockel als Symbol dafür mit Hilfe der Feuerwehr auf dem Kirchdach. Ein zweiter kam auf den Kindergarten. Dechantskirchen ist Vorreiter, aber generell wird Umweltschutz in den steirischen Pfarren immer wichtiger: Es gibt bereits 170 Umweltbeauftrage. Obis-Pieber spornt an: "Jede Pfarre kann ganz konkret etwas machen!"

von Jakob Traby, "Steirerkrone"

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