Der 30-jährige Wiener hatte in Graz eine Disco besucht. Danach setzte er sich mit 1,2 Promille ans Steuer und fuhr mit seinem 30.000 Euro teuren Audi (Bilder) auf der Brucker Schnellstraße in Richtung Norden. Nachdem er bei Frohnleiten gegen drei Leitbalken gekracht war, hielt er an - diese Gelegenheit nutzte sein Beifahrer, um sich von einem Unfallzeugen zum Brucker Bahnhof bringen zu lassen.
Suche nach Freundin und "Michi"
Die Wiener fuhr mit dem havarierten Wagen weiter. Nach zehn Kilometern begann dieser plötzlich zu brennen, der Lenker flüchtete jedoch erst im 2.600 Meter langen Kirchdorfer Tunnel aus dem Fahrzeug. Anderen Autofahrern erzählte er, dass der "Michi" am Steuer gesessen sei. "Dann wurde auch noch vermutet, dass seine Freundin mitgefahren sein könnte, deshalb hielt man kurzzeitig zwei Menschen für vermisst. Das war für uns und die Feuerwehrleute eine schlimme Situation", so Peter Primig von der Autobahnpolizei Bruck am Montag.
Schließlich kam aber die Entwarnung: Der unverletzte 30-Jährige war allein unterwegs gewesen, den "Michi" hatte er erfunden und die Freundin war daheim.
Sturzbetrunkener Quadlenker schwer verletzt
Auch ein Quadfahrer setzte sich am Sonntag betrunken hinters Steuer. Der 26-Jährige aus dem Bezirk Radkersburg kam mit seinem Gefährt in Klöch in einer langgezogenen Rechtskurve ins Schleudern und krachte gegen ein Holzgeländer. Er wurde vom Fahrzeug katapultiert, stürzte noch vier Meter über eine steile Böschung und wurde schwer verletzt.
Anrainer leisteten Erste Hilfe und verständigten die Rettung. Der Südoststeirer wurde ins LKH Feldbach eingeliefert. Der Alkotest ergab 1,8 Promille.
von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at








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