Der Grund, warum die Bürger auf die Barrikaden steigen: Der vom Areal des Schlosses Eggenberg aus sichtbare Neubau sei weder mit dem Stadtbild noch mit dem Welterbe verträglich, der soeben verliehene Titel sei gefährdet. Was von der Stadt allerdings vehement bestritten wird: "Alles ist mit der UNESCO akkordiert, das Projekt widerspricht in keinster Weise den strengen Vorgaben!", betont Stadtbaudirektor Bertram Werle - weswegen man auch grünes Licht gegeben habe.
"Wir erfüllen alle Auflagen"
Auch Michael Moor, Geschäftsführer der Gemeinnützigen Bauvereinigung (GSL), versteht die Aufregung nicht: "Wir haben alle Genehmigungen und erfüllen alle Auflagen." Ob die Einwände der Aktivbürger nun gerechtfertigt sind oder nicht, sei dahingestellt. Faktum aber ist: Wie schon beim Castellhof (wurde im Sommer abgerissen) kommt der Aufschrei spät. Auch in diesem Fall gibt es einen rechtskräftigen Bescheid der Stadt Graz. Und auch in diesem Fall ist der Bauwerber fest entschlossen, von seinem Recht Gebrauch zu machen.
Die Forderung der Bürger, die Stadt möge die Liegenschaft dem Eigentümer doch abkaufen, wird daher unerfüllt bleiben. Ein derartiger Deal kommt auch aus einem zweiten Grund nicht in Frage: Die Stadt kann es sich schlichtweg nicht leisten, Grundstücke zu erwerben und dann brachliegen zu lassen. So kommt es, wie es kommen muss: "Wir werden demnächst zu bauen beginnen", erklärt Moor.
von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"









Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.