
„Ich komm‘ immer samstags“, verrät uns Maria Binder: „Da ist es in der Bibliothek ruhiger.“ Auf ihrer Liste: Bücher über das Bergsteigen (sie war selbst am Monte Rosa, wo ihr Mann 1974 tödlich verunglückte und am Großglockner) und natürlich Romana: „’Die Brüder Karamasow’ von Dostojewskij hab’ ich zuletzt gelesen.“ Schwere Kost also, ganz im Gegensatz zur gesunden Ernährung der Jubilarin. Wie schafft man es, so toll fit zu bleiben, wollten wir wissen: „Bescheiden bleiben, wenig essen. Ich habe täglich Dinkel-Flocken zum Frühstück, am liebsten mit Ziegenmilch. Ganz wenig Fleisch und besonders eines: viel Bewegung!“, verrät uns die Jubilarin, die am 14. Oktober 100 Jahre alt wurde.
Zwei Kinder, vier Enkerl und acht Urenkerl haben Maria Binder dazu gratuliert. Nur beim Bewältigen der Stiegen hapert es ein bisschen: „Hinauf geht’s leicht, hinunter schwer“, seufzt sie. Stolz ist sie auf ihre Augen: „Die Kronen Zeitung kann ich sogar noch ohne Brille lesen!“ Und dazu jede Woche fünf Bibliotheks-Bücher!
von Wolfgang Weber, Kronen Zeitung









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