Natürlich hat auch das sektorale Fahrverbot, das bestimmte Güter auf die Schiene verbannt, seinen Teil zur Entschärfung der Transitsituation beigetragen. Doch ohne die Wirtschaftskrise würden heuer sicherlich mehr als zwei Millionen schwere Transit-Lkws auf der Nord-Süd-Achse über den Brenner donnern.
Doch der wirtschaftliche Abschwung setzte dem Aufwärtstrend beim Transit ein jähes Ende. 2008 und 2009 ging die Zahl der schweren Lkws am Brenner deutlich zurück - im Vorjahr waren es "nur" noch knapp 1,6 Millionen Lkws.
Das spürten auch die Anrainer, die zumindest etwas ruhigere Zeiten genossen. Doch die Zeiten ändern sich wieder. In den ersten neun Monaten gab es wieder einen Zuwachs von knapp 5 Prozent. "Rechnet man nicht nur die schweren Lkws, sondern alle über 3,5 Tonnen, so wird schon heuer die 2-Millionen-Grenze am Brenner geknackt", argumentiert VCÖ-Experte Martin Blum.
Und wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert werde, dann "wird die rechte Spur auf den Autobahnen bald wieder zur rollenden Lagerhalle". In zwei, drei Jahren schon könnte der Rekordwert von 2007 erreicht werden. Der Verkehrsclub fordert die Abschaffung der steuerlichen Begünstigungen des Diesels. Denn der Lkw-Verkehr zahle nur rund 40 Prozent der von ihm verursachten Kosten.
Tiroler Krone








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