Neue Wachstumshilfe

15,7 Millionen Euro für Klein- und Mittelbetriebe

Burgenland
20.10.2010 14:27
Ein neuer Risikokapitalfonds soll den Klein- und Mittelbetrieben (KMU) im Burgenland beim Wachstum helfen. Der am Mittwoch präsentierte Fonds BRB (Burgenländische Risikokapital Beteiligungen AG) wurde unter der Federführug der WiBAG (Wirtschaftsservice Burgenland AG) ins Leben gerufen. Er verfügt vorerst über 15,7 Millionen Euro. Das Geld stellen EU, Land, acht Regionalbanken und Versicherungen sowie die Wirtschaftskammer zur Verfügung.

Im Blickpunkt stehen Unternehmen, die für Veränderungen Eigenkapital benötigen, so BRB-Vorstandsvorsitzender Klaus Stinakovits. Als Beispiele nannte er eine Expansionsphase sowie einen Eigentümerwechsel beziehungsweise eine Betriebsnachfolge. Auch Betriebsansiedlungen, Spin Offs oder Weiterführungen von Unternehmen nach Restrukturierungen könnten aus dem Fonds finanziert werden.

Keine Branchen ausgeschlossen
Grundsätzlich würden keine Branchen ausgeschlossen werden, so Stinakovits. Die Investitionsgröße bei Beteiligungen solle in der Regel zwischen 500.000 und einer Million Euro liegen, es können aber auch Summen bis maximal 1,5 Millionen Euro sowie geringere Beträge ab 200.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Beim zeitlichen Horizont für die Anlage gehe man von fünf bis sieben Jahren aus.

Schwierige Startphase
Ursprünglich hatte man Mittel in der Höhe von 20 Millionen Euro angepeilt. Man werde sich nach Anlaufen des Fonds bemühen, auf diese Summe zu kommen, so WiBAG-Vorstand Peter Schmitl. Die Chancen dafür stünden "nicht einmal schlecht".

Die Startphase für den Fonds von 2008 bis 2009 sei aufgrund der Wirtschaftskrise schwierig gewesen, schilderte Wirtschaftskammer-Vizepräsident und RLB-General Julius Marhold. In einer Zeit, "wo jeder eigentlich vor einer Nebelwand gestanden ist", nochmals ins Risiko zu gehen, habe die Mittel der teilnehmenden Partner begrenzt. Banken und Versicherungen hätten jedoch trotzdem diese Mittel "in beträchtlichem Ausmaß" zur Verfügung gestellt.

Höchstes Fondsvolumen für KMU im Burgenland
In der Vergangenheit wurden im Burgenland zur Risikokapitalbereitstellung bereits der Athena-Fonds mit einem Volumen von 30 Millionen Euro sowie ein mit sechs Millionen Euro dotierter Fonds für Kleinstunternehmen ins Leben gerufen. Kein anderes Bundesland verfüge über ein Fondsvolumen von insgesamt 52 Millionen Euro ausschließlich für KMU, so Schmitl.

Der Risikokapitalfonds solle den Klein- und Mittelbetrieben helfen, dass sie weiter wachsen und im Bereich der Beschäftigung weiterhin das Rückgrat der burgenländischen Wirtschaft sein können, erklärte Landeshauptmann Hans Niessl (SP). Aufgabe der Politik sei es, die KMU zu stärken, so Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl (VP).

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