Schmierenkomödie

Ärger rund um Verkaufsinserat für Postamt in Morzg

Salzburg
19.10.2010 20:20
Das grenzt an Verhöhnung: Mit einem vorbereiteten "Ergebnis-Protokoll" will die Post von Stadtchef Heinz Schaden eine Zustimmung, dass sie das kleine Morzger Postamt zusperren darf. Eine Schmierenkomödie, denn das Gebäude wird schon in Inseraten zum Kauf angeboten: 165.000 Euro sollen Haus und Grundstück kosten. Auch Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden reagierte sauer.

Die "Krone" hat es aufgedeckt: In einem Inserat im "GEWINN" bietet die Post ein "Büro- bzw. Geschäftsobjekt" in Morzg an (siehe Infobox). Für das Haus mit 70 Quadratmetern Nutzfläche und das dazugehörige, etwa 200 Quadratmeter große Grundstück verlangt die Post 165.000 Euro. 

Diese Meldung ließ nicht nur viele Bürger vor Zorn erbeben, die mit der Schauspielerin Marie Colbin eine Unterschriften-Aktion zur Rettung von Postamt 5034 Morzg gestartet hatten.

Kostendeckende Fürhung dauerhaft nicht möglich
Auch Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden reagierte sauer: "Dieses Inserat entlarvt, was für Schmierenkomödie die Post rund um das Zusperren aufführt", ist er empört. Denn seit einigen Tagen drängt Post-Manager Alois Mondschein auf eine Unterschrift Schadens unter ein vorbereitetes "Ergebnis-Protokoll". Er soll dem Zusperren der Morzger Filiale zustimmen, weil die kostendeckende Führung des Amts angeblich "dauerhaft nicht möglich" wäre.

"Zur selben Zeit, wo sie bei mir noch herumdrücken, inserieren die Post-Direktoren das Gebäude schon zum Verkauf. Das ist hinterhältig", sagt Schaden. "Von mir gibt es keine Unterschrift."

von Robert Redtenbacher, Kronen Zeitung

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