"Uni in Not"

1.300 protestieren in Innsbruck gegen "Kaputtsparen"

Tirol
19.10.2010 12:38
Lehrende und Studierende der Medizin-Uni und der Hauptuni haben am Dienstag in Innsbruck ihren Unmut über die geplanten Budgetkürzungen im Bildungsbereich kundgetan. Nach ersten Schätzungen der Polizei nahmen an den Protestaktionen rund 1.300 Personen teil. Medizin-Uni-Rektor Herbert Lochs warnte vor den geplanten Einschnitten: "Wenn diese kommen, müssen 2013 mindestens 100 Mitarbeiter entlassen werden."

Bereits im nächsten Jahr würde sich ein Defizit von 13 Millionen Euro ergeben. Da die drohenden Personaleinsparungen nicht auf einzelne Abteilungen aufgeteilt werden könnten, müsste strukturell gekürzt werden. "Die Frage wird sein, welche Abteilungen komplett geschlossen werden müssen", sagte Lochs.

Gegen 10.30 Uhr hatten sich rund 1.000 Studierende der Medizin-Uni in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße zu einer Protestaktion eingefunden. Die teilweise stilecht mit weißen Arztkitteln bekleideten Teilnehmer forderten mehr Geld für Bildung und Wissenschaft. Auf Transparenten war unter anderem "Bildung - Investition mit der höchsten Rendite", "Keine Spitzenmedizin ohne Unis", und "Politwende statt Uni-Ende" zu lesen.

Geschlossen marschierte der Protestzug ohne besondere Zwischenfälle auf den Vorplatz der Hauptuni, wo Rektor Karlheinz Töchterle alle Beteiligten darauf einschwor, an einem Strang zu ziehen.

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