Gefährliche Altlast

Minister lässt jetzt Alu-Giftdeponie kontrollieren

Niederösterreich
16.10.2010 15:33
Tief unter der Erde schlummern in der Nähe von Wiener Neustadt bis zu 700.000 Tonnen Rückstände einer Alu-Produktion. Die Firma hat längst geschlossen, doch die Giftstoffe im Boden bedrohen das Grundwasser. Das zuständige Umweltministerium lässt nun mehrere Gutachter auffahren.

In den 1970er-Jahren lagerte man auf einem weitläufigen Areal unbekümmert Reststoffe aus der Aluminiumproduktion ab. Seither schlummert die giftige Brühe unter der Erde.

"Die Deponie gehört schleunigst geräumt", erklärte zuletzt auch Niederösterreichs Umweltanwalt Harald Rossmann. Auch viele Bewohner der Region sowie Wiener Neustadts Bürgermeister Bernhard Müller hoffen auf eine "rasche und sinnvolle Lösung im Sinne aller".

"Untersuchungen sind im Gange"
"Das Umweltministerium beschäftigt sich bereits eingehend mit diesem umfangreichen Projekt. Untersuchungen sind im Gange“, erklärt dazu ein Sprecher von Minister Niki Berlakovich. Wenn die Gutachten auf dem Tisch liegen, wolle man sofort über die weitere Vorgehensweise entscheiden: "Wir gehen da jedenfalls auf Nummer sicher und versuchen, die beste Variante für die endgültige Sicherung dieser alten sowie gefährlichen Deponie zu finden."

von Lukas Lusetzky, Kronen Zeitung

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