Welche Anlageform halten Sie für besonders interessant? Bei dieser Frage, die Marktforscher Alexander Zeh (GfK) gestellt hat, müssen die Tiroler nicht lange überlegen. 64 Prozent geben dem Bausparvertrag eindeutig den Vorzug. "Der Wert ist hierzulande besonders hoch, weil viele auf ein Eigenheim sparen. Österreichweit liegt der Bausparer bei 49 Prozent", zieht Zeh einen Vergleich.
51 Prozent nennen das Sparbuch als gute Investition. Für Aktien entscheiden sich nur neun Prozent. Vor der Krise waren es schon einmal 25 Prozent. Aktien sind unten durch, dafür glänzt das Gold wieder verführerisch. Zeh: "31 Prozent der Tiroler sehen darin derzeit eine interessante Anlageform. Im Jahr 2001 waren es nur drei Prozent."
Die Krise hat die Tiroler vorsichtig gemacht. Auch was die Wahl des Finanzberaters betrifft. Die gute alte Hausbank in der Nähe genießt in turbulenten Zeiten auf der Finanzwelt weiterhin großes Vertrauen. Für vier von zehn Befragten ist das Vertrauen sogar "sehr groß". Wenn es um die Branche als Ganzes geht, dann bezeichnet nur einer von zehn Befragten das Vertrauen als "sehr groß".
Erfreut über das Ergebnis zeigt sich Gerhard Schwaiger, Obmann der Banken-Sparte in der Tiroler Wirtschaftskammer. Er sieht auf die heimischen Geldinstitute jedoch eine große Belastung zukommen. Zusätzlich 72 Millionen Euro Ausgaben erwartet Schwaiger durch die geplante Bankensteuer und die Reform der Einlagensicherung: "Eine enorme Last, die sich negativ auf Kreditkonditionen und Kreditvolumen auswirken würde."
von Claudia Thurner, Tiroler Krone








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