Lärm, Staub und Luftverschmutzung sind sogenannte externe Kosten, die den Lkws verrechnet werden sollen. Und zwar als Zuschlag (2 oder 3 Cent pro Kilometer) zum Road Pricing. Der Haken: Die derzeit umweltfreundlichsten Lkws der Klassen 5 und 6 sollen von diesem Zuschlag vorläufig ausgenommen werden.
"Damit bleibt der Brenner attraktiv für den internationalen Transit, diese Fahrzeuge werden uns in wenigen Jahren überschwemmen", warnt Gurgiser. Und sieht auch Folgen für einen etwaigen Brenner Basistunnel: "Verkehrsministerin Doris Bures hat nicht erkannt, dass man mit diesem Beschluss keine einzige Lkw-Ladung auf die Schiene bringen wird - weder über noch unter den Brenner."
Damit sei einmal mehr bewiesen, so Gurgiser, dass die Politik "null Interesse" an einer Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene habe. Dagegen werde man weiterhin mit allen demokratischen Mitteln kämpfen.
"Transit billiger, aber Einheimische zahlen"
Eine weitere Folge der Weichenstellung vom Freitag: Die Transitflotten, die bekanntlich rasch auf modernste Fahrzeuge umrüsten, kämen im Vergleich zu den heimischen Nahverkehrs-Lkw billiger davon.
von Andreas Moser, Tiroler Krone








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