Armut ist weiblich

"Armutskonferenz": Betroffen sind vor allem Frauen

Kärnten
14.10.2010 18:50
Armut ist weiblich und sie schlägt besonders im Alter hart zu. Insgesamt leben etwa 25.000 Kärntner an der Grenze zur Armut; 28 % der alleinstehenden Pensionistinnen und 22 Prozent der alleinstehenden arbeitenden Frauen. In Stift St. Georgen befasst sich die vierte Armutskonferenz mit diesem Thema.

"Altern – Armut – Gesellschaft" lautet auch am zweiten Tag der Konferenz das Generalthema. Gerald Knapp, Obmann des Netzwerks gegen Armut: "Den Menschen mangelt es an gutem Wohnraum, gesundem Essen, Gesundheit; es fehlen die Mittel für sinnvolle Freizeitgestaltung – das grenzt sozial aus."

Die Wurzeln der Frauenarmut liegen in ihrer "Erwerbsbiografie": "Sie ziehen Kinder auf, pflegen Angehörige – ohne Gehalt – und sind dann auf die Pension der Männer angewiesen. Oder sie haben Teilzeitjobs und brauchen in der Pension die Ausgleichszulage."

Prettner strebt 1.300 € Mindestlohn an
Landesfrauenreferentin Beate Prettner strebt 1.300 € Mindestlohn an. Und sie ist einem "Hausfrauengehalt" gegenüber aufgeschlossen. Dieses regt Caritaschef Viktor Omelko an. Er will aber auch weiter den Gratiskindergarten: "Sonst können Frauen nicht arbeiten gehen." Und er erinnert: "Von Armut betroffen sind vor allem Migranten."

"Kärntner Krone"

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