Bei Werk in Steyr

MAN: Gewerkschaft stellt Weichen für Arbeitskampf

Nach exakt 97 Minuten wurde am Donnerstagnachmittag die Protestkundgebung der MAN-Mitarbeiter im Kampf gegen die Schließung des Werks in Steyr in Oberösterreich beendet. Wie geht’s aber nun weiter? Rainer Wimmer, Österreich-Vorsitzender der Gewerkschaft PRO-GE, verriet: Der Streik-Beschluss wurde bereits abgesegnet.

„Wir alle sind MAN und bleiben es auch“; „Wir sind hier, wir sind laut, weil man unsere Zukunft raubt“ - diese Botschaften waren auf den Schildern zu lesen, die am Donnerstag von den mehr als 4000 Menschen beim MAN-Warnstreik in Steyr in die Höhe gehalten wurden. Der Vorstand des Lkw-Herstellers hatte ja am 11. September den Abbau von insgesamt 9500 Stellen angekündigt und dabei auch die Schließungspläne für das Werk in Steyr bis Ende 2023 offenbart.

Kleine Verhandlungsteams gebildet
Der Warnstreik mitsamt der Protestkundgebung am Stadtplatz der Eisenstadt war nun ein erstes Signal der 2456 Mitarbeiter großen Belegschaft, dass sie diese Entscheidung nicht einfach so hinnimmt.

Wie geht’s jetzt weiter? Der MAN-Betriebsrat stellte bereits kleine Verhandlungsteams zusammen und bereitet sich auf intensive Gespräche mit dem Vorstand vor. Außerdem wurden die rechtlichen Weichen für einen Streik gestellt. „Ihr könnt den Arbeitskampf machen“, betonte Rainer Wimmer von der Gewerkschaft PRO-GE.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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Freitag, 30. Oktober 2020
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