Der illegale Arbeiter fasst sich an die Brust und fällt zu Boden - Herzinfarkt bei der Ernte im Burgenland. Anstatt jedoch die Rettung zu rufen, anstatt die Familie des Arbeiters zu verständigen oder die Polizei, soll der Bauer die Leiche zu seinem Wagen geschleppt haben. Dann fuhr er offenbar über die Grenze und entledigte sich dort des toten Körpers. Problem erledigt.
Und vielleicht wäre der Landwirt damit auch durchgekommen, wäre bei den Behörden nicht vor Kurzem ein anonymes Schreiben mit allen Details eingegangen. Auf den Feldern zwischen Andau und Halbturn (Luftlinie 11,5 Kilometer) soll sich das Drama ereignet haben, ist darin zu lesen. Beerdigt soll das Opfer bereits sein, und zwar in der ungarischen Ortschaft Mosonszentjános, die zur 6.000-Seelen-Gemeinde Jánossomorja gehört. Laut "Krone"-Infos haben die Beamten sofort mit ihren Ermittlungen begonnen.
Vorgangsweise wie beim TV-Bauern
Der tragische Fall ähnelt sehr der Groteske rund um den "Bauer sucht Frau"-Star Hermann F. Wie berichtet, steht der "Alpen-Playboy" (es gilt die Unschuldsvermutung) unter Verdacht, den Rumänen Claudiu H. nach einem Straßenwalzen-Unfall mit schwersten Verletzungen in seinem Fahrzeug nach Ungarn gekarrt zu haben (siehe Infobox).
Nur über Umwege konnte der Familienvater schließlich in ein Spital eingeliefert werden, klagte nach dem Ernte-Vorfall über starke Schmerzen: "Auch das teure Krankenhaus musste ich zahlen."
von M. Pommer, K. Grammer und C. Schulter, Kronen Zeitung
Symbolbild









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