Gegen 4 Uhr in der Früh ließ ein gewaltiges Grollen die kleine Ortschaft erzittern. Die Lichter in den Häusern gingen an, die Bewohner wollten wissen, was passiert ist. Der Lärm wurde durch 50 Kubikmeter Gestein verursacht, die aus einer Felswand Richtung Landesstraße gedonnert sind. Der Großteil blieb im vorgelagerten Waldstück liegen. Zwei Brocken mit insgesamt rund vier Tonnen Gewicht landeten auf dem Asphalt.
Ein Autofahrer hatte Glück: Er wollte gerade talauswärts fahren, als kurz vorher die Steinlawine auf die Straße niederschlug. "Ich war etwa gegen 6.45 Uhr vor Ort. Wir haben mit dem Polizeihubschrauber einen Erkundungsflug durchgeführt. Der Wald wurde schwer beschädigt, die Bäume weggeknickt", so Landesgeologe Gunther Heißl.
Laut Heißl ist diese Stelle schon immer von Felsstürzen heimgesucht worden: "Der Fels ist hier massiven Temperaturschwankungen ausgesetzt. Dadurch wurde der Stein weggesprengt." Die Straße war einige Stunden gesperrt, am Sonntag gegen 13.30 Uhr durfte der Verkehr wieder anrollen.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone








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