"Die Wissenschaftsministerin und die Bildungsministerin reden zwar viel miteinander, aber es geht nichts weiter", kritisierte Kurz. Nichts hält er von Aufnahmetests vor Studienbeginn wie etwa in der Medizin. Diese seien meist nur eine Mischung aus Intelligenztests und grundlegenden Wissensfragen. "Wir wünschen uns eine Studieneingangsphase, die mindestens einen Monat und maximal ein Semester dauert. Die Studenten sollen einen Überblick bekommen, was sie im Studium erwartet, und einen Überblick darüber, ob sie das auch leistungsmäßig hinbekommen." Am Ende soll dann eine Prüfung stehen: "Wer die schafft, darf weiter, wer nicht, hat noch analog zu anderen Prüfungen drei bzw. vier Antrittsmöglichkeiten."
Ob dabei eine Zahl festgelegt wird, wie viele Studenten nach der Prüfung aufgenommen werden, hält Kurz für sekundär: "Es kommt eh zum gleichen Ergebnis. Es werden immer genauso viele durchkommen, wie Plätze da sind." Ideal wäre es für ihn, wenn die Eingangsphase bereits im September abgewickelt wird und nach der Auswahlprüfung im Oktober das normale Semester beginnt.
Klares Bekenntnis zu Studiengebühren
Ein klares Bekenntnis gibt die JVP zu Studiengebühren ab. "Die sind tragbar, wenn es ein gutes Stipendiensystem gibt und das entsprechende Service geboten wird", so Kurz: "Das Schreckgespenst sind nicht die Gebühren, sondern die überfüllten Unis."
Ein weiteres Rezept gegen überfüllte Hörsäle ist für Kurz eine bessere Studienberatung in der Schule. Derzeit würden diese meist Lehrer ohne Bezahlung meist aus Goodwill übernehmen. Den Protest der Rektoren kann Kurz nachvollziehen: "Es wäre zwar nicht unser Weg. Ich habe aber durchaus Verständnis, dass es unterschiedliche Wege gibt, um Probleme aufzuzeigen."








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