Drei Jahre unbedingt

Kupferkabel geklaut: Ungar (29) in Graz verurteilt

Steiermark
06.10.2010 13:45
Weil er Kupferkabel gestohlen haben soll, ist ein 29-jähriger Ungar am Mittwoch in Graz nicht rechtskräftig zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Die Polizei hatte den einschlägig Vorbestraften Anfang September mit 3,5 Tonnen gestohlenen Kabeln im Wagen auf der Südautobahn aus dem Verkehr gezogen.

Kurz zuvor waren auf der Koralmbahn-Baustelle der ÖBB in Hengsberg 4.000 Meter Kabel im Wert von 53.400 Euro verschwunden. Die Hälfte dieser Kabel fanden die Beamten im Kastenwagen des Ungarn. Der 29-Jährige behauptete, die Kupferkabel gekauft zu haben.

Ungarische Fahrzeuglenker hätten ihn auf der Autobahn angeblinkt. Als er daraufhin angehalten habe, hätten sie ihm erzählt, dass sie dringend Geld zum Tanken brauchen würden. Die Unbekannten hätten ihm schließlich rund 2.000 Meter Kupferkabel zum Kauf angeboten, die er dann auch um 1.500 Euro erworben habe.

Komplize entkommen?
"Das ist nicht einmal ein Märchen, das ist eine ganz dumme Verantwortung", entschied Richter Gernot Patzak. Der Angeklagte erbat sich Bedenkzeit, das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Exekutive vermutet, dass der Beschuldigte mindestens einen Komplizen hatte, da er das schwere Material nicht alleine in seinen Wagen hätte laden können. Der zweite Beteiligte dürfte mit der anderen Hälfte der Beute entkommen sein.

Der Diebstahl von Kupferkabel blüht und wird in der Steiermark zunehmend zum Problem. Das Material lässt sich teuer weiterverkaufen, die Baustellen können meist nicht ausreichend gesichert werden. Zuletzt wurden laut Polizei in der Nacht auf Dienstag im weststeirischen Deutschlandsberg 30 Meter Kupferkabel im Gesamtwert von 1.200 Euro entwendet.

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