"Wir sind von der Oberstaatsanwaltschaft Budapest im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens kontaktiert worden", bestätigt Eva Habicher von der Korruptionsstaatsanwaltschaft laut "Format". Die Razzien haben, so Habicher, an mehreren Standorten stattgefunden, neben der ÖBB-Zentrale am Wienerberg auch in Privatwohnungen und weiteren Unternehmensstandorten.
Habicher: "Ermittelt wird wegen Bestechungsverdacht beziehungsweise möglicher Schmiergeldzahlungen an eine ungarische Beratungsagentur." Dabei handelte es sich um die ungarische Geuronet KG, an die 7,1 Millionen Euro Erfolgsprämie geflossen seien.
Laut Informationen des Magazins wurden auch die Büros der ÖBB-Manager Gustav Poschalko, Gerhard Leitner und Otto Herko durchsucht. Bei Poschalko und Leitner sollen außerdem die privaten Wohnsitze unter die Lupe genommen worden sein.
ÖBB wollen "voll kooperieren"
"Die Durchsuchungen sind auf Ersuchen der Oberstaatsanwaltschaft Budapest durch die österreichische Korruptionsstaatsanwaltschaft durchgeführt worden", sagte ÖBB-Sprecher Michael Wimmer. Man sei bereit, mit den Ermittlern voll zu kooperieren, weil es ein klares Interesse der ÖBB an einer möglichst raschen und lückenlosen Aufklärung der Vorwürfe gebe. ÖBB-Chef Christian Kern habe darüber hinaus die interne Konzernrevision beauftragt, die Sachverhalte rasch und gründlich zu untersuchen, um eine etwaige Schädigung der ÖBB festzustellen.
Der Vorstandsvertrag mit dem früheren Absatzvorstand Poschalko sei vorzeitig aufgelöst und in einen Konsulentenvertrag umgewandelt worden, Poschalko sei aber nicht Berater von ÖBB-Chef Christian Kern, betonte der Sprecher.








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