"RoLa" legt weiter zu

Jeder 7. Transit-Lkw fährt bereits auf Schiene durch Tirol

Tirol
04.10.2010 14:05
Jeder Transit-Lkw, der die Rollende Landstraße statt Inntal- und Brennerautobahn benutzt, erspart den Tirolern Lärm und Abgase. Erfreulich, dass die "RoLa" heuer bisher um 10,6 Prozent auf 185.000 beförderte Schwerfahrzeuge zulegte. Etwa jeder siebente Transitlaster ist bereits auf der Schiene durch Tirol unterwegs.

Die Gründe für den Aufwärtstrend der "RoLa" liegen auf der Hand: "Die Straße wurde für die Transportunternehmen unattraktiver. Etwa durch das Road Pricing, durch gestiegene Treibstoffpreise und strengere Kontrollen der Lenk- und Ruhezeiten", analysiert Franz Dirnbauer, Geschäftsführer von Ökombi (die "RoLa" ist eine 100-prozentige Tochterfirma).

Im Angebot sind derzeit 54 Züge täglich – mit den drei Strecken Wörgl-Brenner, Wörgl-Trient und Regensburg-Trient.

Ab Dezember finden täglich 1.056 Lkw Platz
Aktuell sind täglich 1.020 Plätze für Schwerfahrzeuge vorhanden, ab Dezember werden es 1.056 sein. Dass immer mehr Transportfirmen die "RoLa" nutzen, hat mit dem sektoralen Fahrverbot für bestimmte Güter (Autos, Rundholz, Stahl) zu tun. Aber es lohnt sich auch finanziell: Die Strecke Wörgl-Brenner ist ab 104 Euro zu haben.

Ohne Zuschuss wäre "RoLa" für Firmen zu teuer
Dieser günstige Preis ist aber nur wegen eines öffentlichen Zuschusses (im Schnitt 70 Euro pro Lkw) möglich. Allein die Straßenmaut kostet dem Transporteur 60 Euro am Tag und 121 Euro in der Nacht.

Ein Erfolgsfaktor ist die Zufriedenheit der Fernfahrer. Laut einer Befragung unter 500 Lkw-Lenkern stieg die Gesamtzufriedenheit seit dem Vorjahr von 2,7 auf 2,3 (Schulnotensystem). Verbessert werden soll nun die mangelnde Zahl der Lkw-Parkplätze in Wörgl.

von Andreas Moser, Tiroler Krone

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