24.09.2020 07:00 |

In allen Bezirken

Frühere Sperrstunde schmerzt die Wirte

Mit Unverständnis und Ärger reagieren viele Wirte im Bundesland auf die Vorverlegung der Sperrstunde auf 22 Uhr. Gerade in den Gauen mit geringen Fallzahlen ist der Frust groß.

Drei aktive Corona-Fälle zählte der Lungau am Mittwoch. Dennoch gilt ab Freitag auch im Gau mit der geringsten Bevölkerungsdichte die frühere Sperrstunde ab 22 Uhr. Anders als in der Bundeshauptstadt Wien, wo zuletzt 4400 aktive Fälle gezählt wurden. Eine faire Maßnahme? „Es macht schon Sinn, dass die Sperrstundenregelung im gesamten Bundesland gilt. Ansonsten würden die Leute hin und her pendeln. Es geht auch um die bevorstehende Wintersaison“, akzeptiert der Obmann des Lungauer Regionalverbandes, Manfred Sampl (ÖVP) die Maßnahme. Einige Wirte im ganzen Bundesland reagieren hingegen mit Unverständnis. Sie sehen sich als Sündenbock und „Buhmann der Nation“.

Gering ist die Zahl der Corona-Infektionen auch im Tennengau (Stand Mittwoch: 27). Halleins Stadtchef Alexander Stangassinger (SPÖ) ärgert sich über die Pauschal-Maßnahme: „Alle werden über einen Kamm geschert. Wenn wir so weitermachen, ruinieren wir die gesamte Wirtschaft.“

Für Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) ist die Maßnahme unausweichlich: „Wir sitzen alle in einem Boot. Ein deutsche Reisewarnung wäre ein Megaproblem, das haben wir im Frühjahr gesehen.“ Da wäre auch das gesamte Bundesland betroffen. Ob er für den wichtigen Winter-Tourismus die Nachtgastronomie opfert? „Nein, das kann man so nicht sagen, aber für die Bars und Discos muss und soll ein Hilfspaket kommen“, so Haslauer.

Felix Roittner
Felix Roittner
Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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