17.09.2020 12:29 |

Im Bezirksamt gewählt

Wien-Wahl: Nepp hat Stimme bereits abgegeben

Vor dem Bezirksamt in Wien-Währing haben sich am Donnerstag Szenen abgespielt, wie es sie üblicherweise nur an Wahlsonntagen gibt: Medienvertreter begleiteten einen Politiker zur Stimmabgabe. FPÖ-Wien-Chef Dominik Nepp hatte zu dem Termin geladen. Er wählte als erster der Spitzenkandidaten für die Wien-Wahl - um FPÖ-Anhänger zu motivieren, es ihm gleichzutun, wie er betonte.

Seit Anfang der Woche können in Wien Wahlkarten beantragt werden, wobei die Stimmabgabe auch gleich direkt in den Bezirksämtern möglich ist. Der FPÖ-Spitzenkandidat hat diese Möglichkeit genutzt. Medien durften zwar nicht direkt beim Wahlakt im Gebäude dabei sein, Nepp stellte sich jedoch danach den wartenden Journalisten.

FPÖ-Anhänger skeptisch in Sachen Briefwahl
Er habe heute ein „starkes rot-weiß-rotes Signal“ gesetzt, sagt er. Und er begründete den vorgezogenen Wahltag mit den aktuellen Sorgen seiner Wählerschaft: „Viele wissen aufgrund der übertriebenen Coronavirus-Maßnahmen der Bundesregierung nicht, wo sie am Wahlsonntag wählen gehen können.“ Zugleich seien FPÖ-Anhänger oft skeptisch in Sachen Briefwahl, da es hier immer wieder zu Problemen komme, wie man etwa bei der Bundespräsidentenwahl gesehen habe.

„Darum möchte ich aufzeigen, dass es auch anders geht“, sagte Nepp. Er forderte auch die Stadt auf, die Stimmabgabemöglichkeit im Bezirksamt stärker zu bewerben.

In Sachen Wahlergebnis zeigte er sich einmal mehr zuversichtlich. Das bedeutet nicht, dass auf Zuwächse gehofft wird - sondern, dass man mit einem zweistelligen Ergebnis rechnet, nachdem man in Umfragen bereits darunter gelegen sei, wie die Blauen betonen. 2015 durfte man sich über einen Rekordanteil von 30,8 Prozent freuen, nun werden jedoch deutliche Verluste prognostiziert.

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