15.09.2020 12:27 |

„Brauchen Basis“

Corona-Ampel bringt Unsicherheit und Frust an Unis

„Unsicherheit“ und „Frustration“ ist an den Universitäten durch die neue Schaltung der Corona-Ampel und unklare Informationen über die Konsequenzen daraus entstanden. An der Uni Wien etwa entwickle man seit Wochen eine eigene Ampel, angelehnt an jene des Bundes, doch nun sei „große Unsicherheit“ entstanden, und das „ist sehr frustrierend“, sagte der Rektor der Universität Wien, Heinz Engl.

„Wir müssen auf gesicherter Basis wissen, wie wir ab 1. Oktober mit Lehrveranstaltungen umgehen“, sagte Engl am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Die Aussagen über die Ampelfarben würden sich aber von Tag zu Tag ändern. Im Gegensatz dazu habe man versucht, an der Uni Wien eine „sehr fein austarierte“ Ampel zu entwickeln, die unterschiedliche Farben für unterschiedliche Standorte ermögliche, je nach Entwicklung der Infektionen.

Nach der derzeitigen Definition würde die Ampelfarbe orange bedeuten, dass keine Veranstaltungen möglich seien. Demnach wäre etwa eine für Freitag geplante Ehrenpromotion an der Uni Wien nicht möglich, könnte nach den neuen Vorgaben nun aber doch stattfinden - „warum diese Verwirrung?“, fragte Engl.

„Müssen Präsenz ermöglichen“
Auch die Rektorin der Technischen Universität (TU) Wien und Präsidentin der Universitätenkonferenz (uniko), Sabine Seidler, kritisierte diese Unsicherheit. Für sie wäre es wichtig, im Wintersemester viel Präsenz an den Unis zu ermöglichen, speziell für die Erstsemestrigen, ohne die Sicherheit der Studenten und der Uni-Lehrer zu gefährden. Das dafür notwendige Kontaktmanagement sei aber „sehr aufwändig“.

Auch Engl betonte, dass ein hybrider Lehrbetrieb vor allem für die Erstsemestrigen wichtig wäre, weil diese die Universität erleben wollten. Das wäre mit gelber Ampelfarbe möglich, orange dagegen würde nur digitale Lehre bedeuten.

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