07.09.2020 16:21 |

„Noch Blut an Händen“

Wollte Freund helfen: Mann zu Tode geprügelt

Willy Monteiro Duarte wollte Hilfe leisten und verlor dabei sein Leben: Der 21-Jährige war in der italienischen Kleinstadt Collefero mit Freunden unterwegs, als die Gruppe plötzlich angegriffen wurde. Später wurde der junge Mann in einer Blutlache liegend aufgefunden. Die Polizei nahm vier Verdächtige in einer Bar fest, die „noch Blut an den Händen“ gehabt hätten.

Das Opfer wurde getreten und geschlagen, auch in den Kopf, bis es leblos auf dem Asphalt liegend zurückblieb, berichtet die Tageszeitung „Il Messaggero“. Der 21-Jährige kapverdischer Abstammung war demnach am Sonntag mit mehreren Freunden unterwegs, als neben ihnen ein Auto hielt, vier Männer heraussprangen und die Gruppe angriffen. Während seine Freunde flüchteten, stellte sich Willy seinen Kontrahenten. Doch kurz darauf wurde er in einer Blutlache liegend aufgefunden.

„Sie waren wütend, jeder wusste das“
Bei den Tätern handelt es sich laut Zeitungsberichten um zwei kampfsportbegeisterte Brüder und deren Freunde. Die vier seien als „Bande von Artena“ bekannt. Francesco B. (23), Mario P. (22) und die Brüder Gabriele (25) und Marco B. (24) wurden wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Alle hätten Vorstrafen und Erfahrungen mit „Kämpfen, Schlägen und Drohungen“ und würden aus ihren Sympathien für die rechte Szene keinen Hehl machen. „Die Brüder waren wütend, jeder wusste das“, ist die Trauer in Italien groß.

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