06.09.2020 20:44 |

„Nicht nähern“

Messerattacke: Polizei sucht diesen Mann!

Die West Midlands Police hat nach den brutalen Messerangriffen in Birmingham Bilder und Videos einer Überwachungskamera veröffentlicht, die einen Verdächtigen zeigen. „Wir appellieren ganz nachdrücklich, sich diesem Mann nicht zu nähern. Wenn Sie ihn erkennen oder ihn sehen sollten, wählen Sie sofort den Notruf!“ Auf den Aufnahmen ist ein dunkelhäutiger Mann mit einem schwarzen Kapuzenpullover zu sehen. Bei den Angriffen war ein 23-jähriger Passant getötet worden, zwei weitere der sieben Verletzten schwebten in Lebensgefahr.

Die Hintergründe der Bluttat in der Nacht auf Sonntag sind nach wie vor unklar. Die Ermittler gehen zwar aktuell von keinem terroristischen Hintergrund aus, schließen aber die Möglichkeit nicht aus, dass es sich um ein Hassverbrechen gehandelt hat, heißt es einer Mitteilung.

Jene Gegend, in der sich die Angriffe ereigneten, ist ein beliebtes Ausgehviertel der Homosexuellen-Community mit zahlreichen Nachtklubs und Vereinslokalen. Auch die jährliche Gay-Pride-Parade findet dort statt, berichten britische Medien.

„Täter wirkte nicht verwirrt“
Sky News zitierte einen Barbesitzer, der Zeuge eines Angriffs auf eine junge Frau wurde: „Er hat die Frau mehrere Male in den Hals gestochen, sie hat angefangen zu schreien. Danach ist der Mann einfach langsam weggegangen. Ich hätte erwartet, dass er wegläuft, aber er hatte keine Eile. Er wirkte auch nicht verwirrt oder so.“

Insgesamt acht Menschen wurden bei den Angriffen verletzt, ein Mann verstarb noch am Tatort. Ein 19-Jähriger und eine 32-Jährige erlitten lebensgefährliche Verletzungen, sie befinden sich in kritischem Zustand. Die fünf weiteren Opfer zwischen 23 und 33 Jahren wurden ebenfalls im Krankenhaus behandelt. 

„Bitte bleiben Sie wachsam“
Die Polizei sucht nun nach weiteren Zeugen und wertet Videomaterial aus. Chief Superintendent Steve Graham sagte am Sonntag, die Attacken seien „willkürlich“ gewesen: „Wir haben noch keine konkreten Anhaltspunkte für ein Motiv. Ich bitte daher die Menschen, weiterhin wachsam zu sein und Auffälligkeiten sofort zu melden.“ Eine eigene Website, auf welcher Zeugen Foto- und Videomaterial für die Polizei hochladen können, wurde ebenfalls eingerichtet.

Michaela Braune
Michaela Braune
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